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Neuer Pavillon (Schinkel-Pavillon)


„Im Schlosspark steht ein Schuhkarton von Schinkel“, witzeln Kunsthistoriker über den Neuen Pavillon. Der kastenförmige, zweigeschossige Bau mit flachem Dach, auf einem nahezu quadratischen Grundriss errichtet, ist geprägt durch eine strenge Symmetrie und seine harmonische Schlichtheit. Die hellweiße Fassade mit den grünen Fensterläden erzeugt eine mediterrane Anmutung.


Die Seitenlänge des Gebäudes misst etwa 20 Meter an der West- und Ostfront, an der Nord- und Südseite etwa 16 Meter. Die Fassaden besitzen im wesentlichen die gleichen architektonischen Gliederungen. Im unteren Geschoss öffnen sich in der Mitte drei über zwei Meter hohe Türen, die auf einem Treppenpodest münden, rechts und links davon je ein Fenster. Im oberen Geschoss umschließt ein Balkon das Gebäude wie einen Gürtel. Der Balkon wird von einem dunkelblau lackierten, niedrigen Geländer aus schmalen Eisenstäben umgrenzt. Auf dem Balkon befinden sich in der Mitte jeweils Einbuchtungen (Loggien) mit einer nach innen versetzten Tür und zwei hohen Fenstern: davor stehen an der West- und Ostfassade zwei (korinthische) Säulen. An den äußeren Seiten der Loggien sind säulenförmige Fresken in die Fassade eingelassen. Rechts und links neben den Loggien befindet sich je ein großes Fenster. Die Nord- und Südfassaden besitzen im Untergeschoss nur eine doppelflügelige Tür in der Mitte, die in ein Treppenpodest mündet. An den schmalen Einbuchtungen (Loggien) im Obergeschoss fehlen die Säulen. Alle Türen und Fenster lassen sich mit grünen, quergerippten, hölzernen Fensterläden verschließen. Die Läden sind tagsüber beidseitig ausgeklappt. Das Dach ist flach, von einer steinernen Einfassung (Attika) umrahmt.